26.04.2014, von Patrick Schwarz

Großübung des DRK – Realeinsatz kam vor der Übung

Biberach. Am Samstag, den 26.04.2014, fand eine seit einem Jahr geplante Großübung mit ca. 250 Helferinnen und Helfern von DRK, Malteser Hilfsdienst, THW,  Feuerwehr und Polizei statt.

Gegen 14.30 Uhr wurden, wie in der Realität, die ersten Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst in das Hochwasserrückhaltebecken bei Biberach alarmiert. Das vorbereitete Szenario stellte ein vollbesetzter Reisebus dar, der einem Fahrradfahrer ausweichen musste, auf die Gegenspur kam und mit einem PKW kollidierte. Aufgrund dessen stürzte der Reisebus um, begrub einen weiteren Fahrradfahrer unter sich und blieb auf der Seite liegen.

Insgesamt kamen dadurch 43 Personen zu Schaden.

 

Realeinsatz sorgt für Aufregung

 

Noch während der Anfahrt der ersten Einheiten kam es allerdings anders als geplant:

Über die Integrierte Leitstelle Ortenau wurde Feuerwehr und Rettungsdienst ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Verbindungsstraße zwischen Zell a. H. und Nordrach gemeldet.

Da sich ein Fahrzeug des THW Biberach durch Übungsvorbereitungen bereits in Zell aufhielt, konnten die THW-Helfer schnell Erstmaßnahmen ergreifen. Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass eine PKW-Fahrerin durch Alkoholeinfluss in den Graben geschleudert war und leicht verletzt aussteigen konnte. Nachdem die Frau an den Rettungsdienst und die Einsatzstelle an Polizei und Feuerwehr übergeben wurde, ging es für die THW-Helfer direkt weiter zur großen Alarmübung.

 

Massenanfall von Verletzten

 

Während des Realeinsatzes lief die Alarmübung ungehindert weiter. Im Einsatz waren bereits die Feuerwehren aus Zell a.H. und Biberach, mehrere Einheiten des DRK, Polizei sowie 19 Helfer des THW. Die Aufgabe der Helfer war es, die Verletzten zu betreuen, nicht Gehfähige zu retten und dem Rettungsdienst zur ersten Sichtung zu übergeben.

Nach und nach trafen die nachalarmierten DRK- und Malteser-Einheiten ein, die dann die Verunfallte weiter versorgten und abtransportierten.

Auch das Umfeld wurde von Helfern von Feuerwehr und THW durchsucht und mehrere verwirrte Unfallbeteiligte gefunden und versorgt.

Im Anschluss befreiten THW-Helfer auch den unter dem Bus eingeklemmten, verstorbenen Radfahrer durch anheben des Busses. 

 

Das Hauptaugenmerk der Übung lag auf den Einheiten von DRK und Malteser Hilfsdienst, sowie der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen.

Da eine Übungen dieser Dimension selten durchgeführt wird, galt es zu ermitteln, wie schnell die vier alarmierten Einsatzeinheiten von DRK und Malteser Hilfsdienst vor Ort und entsprechenden Maßnahmen, wie Aufbau eines Behandlungsplatz 25 oder der Betrieb einer Verletztenablage, eingeleitet waren.

 

 

 


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