Breisach, 09.10.2016, von Media Team der GSt Freiburg / Patrick Schwarz

Hochwasser am Rhein: 180 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) aus dem Raum Südbaden üben in Breisach den Ernstfall.

Vom 8. bis 9. Oktober probten insgesamt 12 Ortsverbände mit mehr als 180 ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen aus dem Geschäftsbereich Freiburg den Ernstfall: ein durch anhaltende Regenfälle schnell ansteigender Wasserstand am Rhein in Breisach.

Um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können, übten dieses Wochenende die Ortsverbände des THW aus Achern, Biberach/Bd., Breisach, Emmendingen, Freiburg, Kehl, Lahr, Lörrach, Müllheim, Offenburg, Rheinfelden und Schopfheim gemeinsam ein Hochwasserszenario mit folgender Ausgangslage:


Durch anhaltende Regenfälle im Einzugsgebiet des Rheins ist der Wasserstand stark angestiegen und ein weiterer Pegelanstieg ist zu erwarten. Bereits um 6:30 Uhr werden die breisacher Einsatzkräfte alarmiert. Der Ortsverband beginnt sofort mit den ersten Maßnahmen. Um das Geschehen abzusichern werden weitere Kräfte hinzugezogen. Der Zugführer Dirk Wiebeck aus Breisach wird mit der Leitung der THW Einheiten beauftragt. Die Fachgruppe Führung und Kommunikation aus Emmendingen unterstützt ihn bei der Koordinierung aller Teilnehmer.


Zur Bewältigung der Hochwasserlage wurde entlang des Rheindammes zwischen dem Kulturwehr Breisach und der Möhlin eine Pumpstrecke von ungefähr 650 Meter aufgebaut. Die eingesetzte Pumpe der Fachgruppe Wasserschaden Pumpen aus Offenburg hat eine Leistung von bis zu 15.000 Liter pro Minute. Diese Pumpe kann mit drei Saugleitungen und zwei Druckleitungen gleichzeitig betrieben werden. Um die Befahrbarkeit der Verkehrswege aufrecht zu erhalten, mussten Holzrampen und Schlauchbrücken aus EGS-Material erbaut werden. Das Einsatzgerüstsystem besteht aus Teilen eines Standartbaugerüstes. Auf dem Gelände des städtischen Bauhofes von Breisach wurden durch die Fachgruppe Räumen des OV Freiburg die beim Hochwasser so wichtigen Sandsäcke verladen und an die Einsatzstellen transportiert. Gefüllt wurden diese zuvor durch mehrere Bergungsgruppen aus Emmendingen, Müllheim und Biberach.

Die Einrichtung einer Notstromversorgung für die Logistikeinheit übernahm die Fachgruppe Elektroversorgung aus Emmendingen. Außerdem mussten die Elektropumpen zur Weiterbeförderung des Flusswassers mit Strom versorgt werden. Von einer Krananlage im Hafen wurde das Retten von Verletzten aus Höhen und in der Tunnelanlage des Kulturwehres aus Tiefen geübt. Für das leibliche Wohl sorgte die Fachgruppe Verpflegung aus Achern. Der OV Schopfheim hielt mit seiner Fachgruppe Logistik und Material die Maschinen am Laufen und stellte die Versorgung mit ausreichend Kraftstoff sicher. Während der gesamten Übung überwachten die Helferinnen und Helfer des THW den ordnungsgemäßen Ablauf, auch ein Sanitätsdienst war vor Ort eingerichtet.
Diese aktuelle Übung soll einen optimalen Ausbildungstand sicher stellen, damit das THW jederzeit einsatzbereit ist. Eine ähnliche Situation ist noch gut aus vergangenen Hochwasserereignissen bekannt. Beim letzten Hochwasser an der Elbe in 2013 konnten 110 Einsatzkräfte aus Südbaden in Magdeburg tatkräftig unterstützen.
Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk besteht zu 99% aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und ist die einzige bundeseigene Organisation zur Unterstützung des Bevölkerungsschutzes im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. Weitere Informationen, auch zu den genannten Einheiten, finden Sie auf www.thw.de.
Im Ortsverband Biberach engagieren sich 80 Helferinnen und Helfer sowie Junghelfer in der Jugendgruppe. Für den Bevölkerungsschutz ist in Biberach ein Technischer Zug mit Fachgruppe Räumen sowie eine Fachgruppe Sprengen des Technischen Hilfswerkes stationiert.


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