Biberach, 30.09.2021, von Patrick Schwarz

Starkregen Juli 2021

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 wütete Tief „Bernd“ im Westen Deutschlands. Besonders stark wurde das Rheinland-Pfälzische Ahrtal sowie Teile von Nordrhein-Westfahlen getroffen. Sonst beschauliche Bäche und Flüsse wurden binnen Minuten zu reisenden Sturzfluten und spülten Straßen, Brücke und ganze Häuser hinfort. 182 Menschen kamen dabei ums Leben, knapp 1.000 wurden verletzt und mehrere Tausend obdachlos.

Aus ganz Deutschland und von allen Hilfsorganisationen eilte Hilfe in die betroffenen Gebiete. Stand anfangs die Suche und Rettung von Personen noch als Hauptaufgabe an, verlagerte sich in dem aktuell über drei Monate andauernden Einsatz die Aufgaben immer mehr in Richtung Wiederaufbau, Instandsetzung und Brückenbau. Alle 668 THW-Ortsverbände sind oder waren mit knapp 16.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bislang 2,39 Millionen Stunden im Einsatz.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Biberach/Baden kamen hierbei in verschiedener Form zum Einsatz.

So unterstützten zunächst vier Einsatzkräfte den Transport von dringend für den Bereitstellungsraum am Nürburgring benötigte Duschcontainer. Der Bereitstellungsraum am Nürburgring war über mehrere Wochen der zentrale Ruheraum für zeitweise bis zu 5.000 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen.

Zwei weitere Helfer unterstützten jeweils eine Woche den Lage- und Koordinierungsstab im THW-Landesverband in Stuttgart. Dieser hatte die Aufgabe die THW-Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg zu koordinieren und die Helferplanung durchzuführen.

Ein weiterer Helfer unterstützte im Bereitstellungsraum am Nürburgring für eine Woche die Verpflegungsstelle und übernahm hier Führungsaufgaben als Zugführer.

Zeitgleich wurde ein weiterer Helfer für mehrere Tage als Fahrer für Teleskoplader und Radlader angefordert und konnte hier an verschiedenen Einsatzstellen im Schadensgebiet tätig werden.

Eine weitere Einsatzwoche absolvierte ein Helfer als Gruppenführer und unterstütze hierbei die Logistik im Bereitstellungsraum tatkräftig.

Insgesamt leisteten die Biberacher Helferinnen und Helfer rund 800 Einsatzstunden, die durch unzählige Telefonate und E-Mailschriftverkehr zu eingehenden Abfragen von Material und Personal ergänzt wurden.

Da parallel weiterhin das Corona-Kreisimpfzentrum Lahr noch bis zu seiner Schließung Mitte August im Bereich Logistik betreut wurde, bedeutet dies für die Helferinnen und Helfer eine Einsatzreiche Sommerzeit.

Der THW-Einsatz dauert derweil noch an, wird jedoch weitgehend durch Einsatzkräfte aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland abgearbeitet. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.


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