Achern, 10.06.2018, von Regionalstelle Freiburg

THW: Alarm in Maiwaldweiler - Übung der Jugendgruppen

Achern: Rund 130 Junghelferinnen und Junghelfer nahmen an Übungswochenende des Regionalbereichs Freiburg teil.

Quelle: Marco Zink, OV Achern

Begleitet  von ihren  Jugendbetreuern  und  Jugendbetreuerinnen,  stellten  sich  rund
130  Kinder  und  Jugendliche  vom  08.  bis  10.  Juni  2018  der  Herausforderung
verschiedener  Aufgaben  aus  dem  Einsatzspektrum  des  THW.  Auf  dem  THW-
eigenen Übungsgelände in Achern (Gewann Maiwald)  standen obendrein an die
25  Personen  aus  Ortsverbänden  und  Regionalstelle  zur  Verfügung,  um  den
Aufenthalt  für  alle  Teilnehmenden  sowohl  angenehm  und  sicher  wie  möglich  zu
gestalten  als  auch  einen  geordneten  Übungsablauf  sowie  Öffentlichkeitsarbeit  zu
garantieren.  Für  das  leibliche  Wohl  sorgte  zu  aller  Zufriedenheit  die  Einheit
„Logistik Verpflegung“ (Log V) des Ortsverbands Achern.
Angelehnt  am  diesjährigen  Motto  „Maiwaldkatastrophe“  zeigten  die
Nachwuchseinsatzkräfte  im  Alter  von  7  bis  17  Jahren  aus  den  Ortsverbänden
Achern,  Kehl,  Biberach/Bd.,  Offenburg,  Lahr,  Emmendingen,  Freiburg,  Müllheim,
Breisach, Lörrach sowie Rheinfelden ihr Können. Sechs fachspezifische Stationen
verlangten  den  Kindern  und  Jugendlichen  ihr  Wissen  per  Einsatzauftrag  ab.  So
hieß  es  beispielsweise,  die  Ortschaft  „Maiwaldweiler“    beim  „Bekämpfen  von
Überflutungen  und  Überschwemmungen“  zu  unterstützen  oder
Evakuierungsmaßnahmen einzuleiten. Tauchpumpen kamen auf diese Weise zum
Einsatz,  ebenso  Leiterteile  und  Schleifkorb,  die  zum  Transport  von  Personen
genutzt werden können.
Fiktiv  wurde  angenommen,  dass  ein  Kirchturm  einzustürzen  drohte,  sodass
Behebung  von  Schäden  an  Gebäuden  und  Bauwerken  Inhalt  eines  weiteren
Übungseinsatzes war. Abstützarbeiten mit Holz- und Metallsystemen standen also
hier  im  Vordergrund.  Weiter  wurde  die  Einsatzoption  „Infrastrukturmaßnahmen“ 
durch  den  Bau  eines  temporären  Steges  geübt.  Zur  „Sicherung  von
Verkehrswegen“  musste    schweres  Gerät  angewendet  werden.  Zusätzlich  hatten
die  Teilnehmer  und  Teilnehmerinnen  die  anspruchsvolle  Aufgabe,  logistische
Überlegungen zur Einrichtung eines Bereitstellungsraumes umzusetzen.
Bei  einer  unangekündigten  Alarmübung  rückten  die  Jugendgruppen  nach  einer
längeren  hitzebedingten  Pause  am  späten  Nachmittag  aus,  um  auf  externem 
Gelände nach vermissten Personen zu suchen.

Dass aus Spaß schnell Ernst werden kann, wurde für alle Teilnehmenden bereits
zum  Auftakt  des  Wochenendes  deutlich:  auf  Grund  der  Witterung  wurde  eine
spontane  Evakuierung  geprobt.  Der  Spaß  überwiegte  jedoch  glücklicherweise,
auch  bedingt  durch  ein  abwechslungsreiches  Sport-  Spiel-,  Kreativ-  und
Bastelangebot, welches Jahr um Jahr erweitert wird. Ein gemeinsamer Grillabend
mit  anschließendem  „Straßenfest“  rundeten  den  Übungssamstag  ab  und  bei  Eis,
welches  vom  Eiswagen  herangefahren  wurde,  wie  auch  Musik  konnte  so  manch
Strapaze  des Tages  hoffentlich  vergessen  werden.  Nach gemeinsamen  Rückbau
am  Sonntag  fand  das  Übungswochenende  in  der  Heimfahrt  im  Verband  seinen
leuchtenden Schlusspunkt. 
Nun bereits zum vierten Mal in Folge, trafen sich auch in diesem Jahr wieder die
Jugendgruppen  des  Technischen  Hilfswerks  (THW)  aus  dem  Regionalbereich
Freiburg. Die positiven Rückmeldungen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen der
Übung  2017  sowie  deren  Betreuungspersonal  motivierte  das  Planungsteam  auch
im Folgejahr zur Darstellung verschiedenster realistischer Übungssituationen. Wie
bisher  mussten  die  Teilnehmenden  ohne  detaillierte  vorherige  Kenntnisse  die
realitätsnahen  Szenarien  erkunden  und  bewältigen.  (Erste)  Hilfe  leisten  bei
Hochwasser, Sturm, Unfällen oder Erdbeben gehört ebenso zu den Aufgaben des
THW  wie  die  Organisation  im  Hintergrund.  Entsprechend  standen  für  die
Nachwuchseinsatzkräfte  auch    Teamwork  in  Planung,  Führung,  Kommunikation
und Dokumentation auf dem Übungsplan. Genau wie im echten Einsatzalltag. 
Im  Regionalbereich  Freiburg  sind  aktuell  258  Junghelfer  und  Junghelferinnen
registriert.


  • Quelle: Marco Zink, OV Achern

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